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TV-Helden #23 mit Tobias Schmid (Landesanstalt für Medien NRW) über VAUNET, Lobbyismus, Medienregulierung, Falschinformation und Medienstaatsvertrag

April 19, 2022

„Was mich an- und umtreibt ist die Frage: Welchen Beitrag können wir leisten, die demokratische Gesellschaft zu stabilisieren?“

Dr. Tobias Schmid arbeitet seit seinem Jurastudium und einem Referendariat bei Sat.1 in einem Umfeld, das für ihn, „die schönste Branche der Welt“ ist. Nach einem Kurzbesuch in Folge 20 ist er nun in einer „großen“ Folge zu Gast und teilt mit uns seine Expertise in den Bereichen Medienrecht und -politik und ordnet große gesellschaftliche Themen beeindruckend fundiert und lösungsorientiert ein. In seiner Position als Direktor der Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen zählen die Regulierung der Medienintermediären, die Sicherung von Meinungsvielfalt im Netz, die Vergabe von Rundfunklizenzen und vieles mehr zu seinen spannenden Aufgaben.

Vor seiner Zeit bei der Landesmedienanstalt war er 5 Jahre General Counsel für die Bereiche Recht und Medienpolitik, Personal, interne Revision und Öffentlichkeitsarbeit der Home Shopping Europe AG sowie 11 Jahre bei RTL – als Bereichsleiter Medienpolitik bei der Mediengruppe RTL Deutschland und schließlich Executive Vice President Governmental Affairs der RTL Group. Zudem schaut er auf eine 4-jährige Ära als Vorstandsvorsitzender des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), dem heutigen VAUNET zurück, wo er als Lobbyist als „Mittler in beide Richtungen“ agierte und unter anderem Angela Merkel bei seinen Veranstaltungen begrüßen durfte.

„Der überwiegende Teil der Rechtsverstöße, die wir in den Medien feststellen, finden ja nicht mehr in den klassischen Medien statt. Also nicht bei Fernsehen und Radio, sondern im Netz.“

In Folge 23 der TV-Helden spricht Dr. Tobias Schmid über die Lobbyarbeit in seiner beruflichen Karriere, seine Wiederwahl und seine Pläne für die kommenden 6 Jahre als Direktor der Landesanstalt für Medien NRW. Außerdem ordnet er die großen, medialen Prozesse ein und gibt seine Einschätzung zu Falschinformationen, Jugendschutz im Netz, der Wirkung des neuen Medienstaatsvertrags und anderen relevanten Entwicklungen im digitalen Raum. So sieht er in Telegram „eine klassische Ausweichbewegung“ und bezeichnet Desinformation als „ein großes gesellschaftliches Problem“, dass aber keinen Grund liefert, „hysterisch zu werden“. Ein Gespräch voller geballter Expertise und gekonnter Rhetorik.

Link zur Landesanstalt für Medien NRW:

https://www.medienanstalt-nrw.de/

 

Viel Spaß beim Zuhören wünscht,

Christian Heinkele

 

Diese Episode wurde unterstützt von Video Solutions AG (https://video-solutions.ag/)

 

Hrsg: Christian Heinkele

Selbständiger Unternehmensberater für sämtliche Themen rund um Ihr Fernsehprodukt. Insbesondere Strategie, Product Management, Content Sourcing und Vermarktung.

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